Wie geht es weiter mit der Eurokrise?

Wie geht es weiter mit der Eurokrise?

Dies hängt sehr stark davon ab, wie die Staatengemeinschaft auf die aktuelle Situation reagiert. Langfristig stabil ist diese Währungsunion nur, wenn sie durch eine gemeinsame Wirtschaftsregierung unterstützt wird und die einzelnen Staaten einen Teil ihrer Selbständigkeit abgeben. Ohne diese weitere Entwicklung zu einer wirklichen Einheit wird der Euro nicht zu stabilisieren sein.

So müssen die Staaten sich in eine gemeinsame Richtung entwickeln und sie müssen sich viel stärker aufeinander abstimmen. Es macht keinen Sinn, dass einzelne Staaten einen massiven Exportüberschuss aufbauen und andere sich deswegen verschulden müssen.

Ein weiterer Punkt muss eine gemeinsame Haftung oder ein finanzieller Ausgleich bzw. Förderung der schwachen sein. Ohne irgend eine Art von Transfer von den starken Staaten zu den schwachen wird es nicht funktionieren. Ob dies nun in Form von Schuldengarantien oder durch direkte Transaktionen geschieht, ist meiner Meinung nach nebensächlich.

Langsam, Schritt für Schritt, scheint auch die Politik zumindest Stückweise die Probleme zu verstehen und sich etwas in diese Richtung zu bewegen. Von einer wirklichen Lösung sind wir allerdings noch ein gutes Stück entfernt.

Jetzt darf man natürlich auch nicht den Fehler machen und der Politik unbedingt Unwissenheit unterstellen. Schließlich muss man zu einer Umsetzung einer Idee auch immer die entsprechenden Mehrheiten hinter sich haben. Dafür muss dann auch das Volk verstehen, warum etwas umgesetzt wird. Damit dies geschieht muss der Druck auf die Parteien aber auch erst einmal groß genug sein.

Dieser Punkt wird leider gerne schnell einmal vergessen, wenn von der Politik etwas verlangt wird. Einfaches Entscheiden und Bestimmen wird hier nämlich schnell mit Machtentzug bestraft.

Die Eurokrise und das eigene Depot

Ok, dies hier ist kein VWL- Blog und daher werde ich hier auch nicht tiefer in die Thematik eintauchen. Der Privatanleger stellt sich natürlich vielmehr die Frage, wie er auf diese Krise reagieren sollte und wie er das eigene Depot vor dieser beschützen kann. Schließlich möchte man hierdurch kein Geld verlieren.

Prinzipiell gelten auch in dieser Krise die üblichen Anlageregeln. So sollte man zum einen ein gut diversifiziertes Depot führen und somit auch in anderen Regionen der Welt einen Teil seiner Gelder liegen haben. Diese Teile sind somit nur indirekt von dieser Krise betroffen.

Des weiteren sollte man meiner Meinung nach Staatsanleihen eher untergewichten. So sind die Zinsen in den verbliebenen stabilen Ländern sehr niedrig, vor allem im Vergleich mit den Renditen auf Aktien und Unternehmensanleihen. Des weiteren hat sich in den letzten Jahren die Geldmenge in vielen Staaten stark erhöht. Dies birgt ein zusätzliches Inflationsrisiko, was in den Kursen meiner Meinung nach nicht berücksichtigt ist.